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Walter Brinkmann, Bundestagsdirektkandidat Lippe I

Offener Brief an den Geschäftsführer der Stadtwerke


An den

Bürgermeister und den Rat der Stadt Detmold

An den Aufsichtsrat von DetCon und Stadtwerken

An den Geschäftsführer der Stadtwerke

Herrn Jörg Karlikowski

Marktplatz 5

32756 Detmold

Detmold, 22.07.2021

 

Offener Brief zum heutigen LZ Artikel zur geplanten Wasserabsperrung im Haus Neulandstr. 2

Sehr geehrter Herr Karlikowski,

der heutige Artikel in der LZ auf Seite 12 über die von Ihnen angedrohte Wasserabstellung hat uns mehr als erzürnt. Sie wollen allen Ernstes den Mieter*innen ein Lebensmittel der Grundversorgung sperren?

Es ist absolut verantwortungslos und tatsächlich eine Lösung, wie sie nur finanziell starken Menschen einfallen kann. Damit offenbaren Sie sich zugleich als ‚sozial schwach‘, Herr Karlikowski, wenn Ihnen als Vertreter der Detmolder Stadtwerke nichts anderes einfällt, um die Schulden der belvona einzutreiben. Sie nehmen damit Menschen für einen Vorgang in ‚Geiselhaft‘, zu dem sie nichts beigetragen haben. Es handelt sich doch nicht um ein schuldhaftes Versäumnis der Mieter*innen, die wirklich Schuldigen sind einmal wieder geldgierige große Immobilienhaie. Denn bei der Immobiliengesellschaft belvona handelt es sich lt. LZ um die ehemalige Altro Mondo, die schon sehr oft - nicht zuletzt in Lemgo und Oerlinghausen - ähnliche Skandale produziert hat.

Darum äußern Sie sich umgehend und öffentlich dazu und beantworten Sie bitte die folgenden Fragen:

  • Wie würden Sie persönlich reagieren, wenn Ihnen das Finanzamt Ihr Auto stilllegen würde, weil jemand anders, obwohl Sie selber bereits gezahlt haben, Ihre KFZ-Steuer nicht weitergegeben hat?
  • Wie soll es weitergehen, wenn belvona auch nach der Sperrung nicht zahlt?
  • Reden Sie Tacheles, Herr Karlikowski, wie lange wollen Sie das Wasser abstellen, wenn belvona Sie weiterhin ignoriert?

Es wäre doch die einzige richtige Handlung, entsprechende juristische Schritte gegen das Immobilienunternehmen einzuleiten, anstatt die betroffenen Menschen in der Neulandstraße 2 für etwas zu bestrafen, was sie nicht zu verantworten haben!

Wir gehen davon aus und erwarten, dass Sie umgehend die Androhung der Wassersperrung zurücknehmen und sich für diese Absicht bei den Mieter*innen entschuldigen.

 

Mit freundlichen Grüßen

Walter Brinkmann                                                                   Evelin Menne

Bundestags-Direktkandidat Lippe I                                      Ratsmitglied DIE LINKE

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