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Stadtverband Detmold – Der Kommentar: Im Großen wie im Kleinen – Der Hunger nach Land

Der Hunger nach Gewerbeflächen ist ungebrochen hoch und scheint kaum stillbar. Nachhaltigkeit hin, Nachhaltigkeit her. Und das im Großen wie im Kleinen. Ob jetzt Tesla in Brandenburg eine Fläche von 300 Hektar kauft, zu einem bemerkenswerten Vorzugspreis versteht sich, oder ob die Stadt Detmold neue Gewerbeflächen ausweist. Letztlich endet das Ganze stets mit einer oft 100%igen Versiegelung der Flächen und damit der Böden sowie weiteren Belastungen für Mensch und Umwelt.

In der LZ vom 15.1.2020 war’s nachzulesen. Die Stadt Detmold muss für Unternehmen und Betriebe weitere Areale ins Visier nehmen. Ihre Interessen sind klar: Die durch Industrie- und Gewerbeansiedlungen zu erwartende Gewerbesteuer stellt die einzige wenigstens halbwegs steuerbare Einnahmequelle dar.

Durchaus andere Interessen haben weitere an solchen Flächenausweisungen Beteiligte, z.B. Anwohnerinnen und Anwohner. Wer in der Nähe von Gewebeflächen lebt, hat allen Grund, Lärm, Luftverschmutzung und weitere Belastungen zu fürchten. Natur- und Klimaschutz nehmen im Bewusstsein der Menschen einen zunehmenden Raum ein. Worüber wir alle froh sein sollten, denn das war nicht immer so.

Dabei ist Detmold immer noch grün. Der Anteil der Gewerbeflächen zeigt einen Wert weit unter dem Bundesdurchschnitt. Aber er steigt. Nach Aussage des Geschäftsführers der GILDE-Wirtschaftsförderung liegt die Steigerung bei 3 Hektar jährlich. Jahr für Jahr. Obergrenze? Fehlanzeige! Dabei ist eine einmal versiegelte Fläche meist auf Dauer versiegelt. Ein Rückbau ist extrem selten und zudem teuer und schwierig.

Versiegelt heißt, dass der Boden nahezu luft- und wasserundurchlässig gemacht wird mit Beton, Asphalt und so weiter. Er verödet und wird (und bleibt) unfruchtbar. Das hat zerstörende Auswirkungen auf die Tierwelt über und unter der Erde. Aber auch auf das Mikroklima. Was wiederum eine besondere Bedeutung für die Landwirtschaft in unmittelbarer Nähe hat, Aber auch für uns Menschen, die ja nun einmal im Mikroklima leben. So ist das Mikroklima nicht versiegelter Böden durch bessere Feuchtigkeitszirkulation gesundheitsförderlicher (z.B. bei Asthma).

Gern, auch im LZ-Artikel, angeführt wird das Arbeitsplatz-Argument. Mehr Gewerbefläche gleich mehr Unternehmen und Betriebe gleich mehr Arbeitsplätze. So lautet die Totschlagformel. Das mag ja sein. Aber mehr Arbeitsplätze sagt nichts aus über deren Qualität. Schauen wir noch einmal im Großen: Tesla in Brandenburg würde Arbeitsplätze schaffen. Gleichzeitig ist Tesla aber bestens bekannt für wesentlich prekäre Arbeitsplätze. Also solche ohne Tarifbindung, dafür mit Befristungen, bei Teilzeitarbeit und Leiharbeitsverhältnissen.

Dass in neuen Gewerbegebieten in Detmold in den letzten Jahren 900 Arbeitsplätze (laut GILDE) neu geschaffen wurden, sagt zunächst einmal nichts über deren Qualität aus. Als Linkspartei sollten wir mit derartigen Argumenten sehr kritisch umgehen. Gleichzeitig besteht unsere Aufgabe gerade auch im kommunalen Bereich darin, im Spannungsverhältnis Arbeit und Umwelt nicht die einen gegen die anderen auszuspielen. Klare Kante für Klima und Umwelt! Klare Kante aber auch für die darüber hinaus gehenden Lebensbedingungen der Beschäftigten.

Christiane Escher

Lothar Kowelek

DIE LINKE. Kreisverband Lippe: Aktuelle Pressemeldungen

Unser Büro ist Mitwochs von 14.00-16.00 besetzt

ansonsten sind wir wegen der Corona-Pandemie alle im Homeoffice, auch unsere wöchentlichen Sitzungen finden nicht statt. Ihr erreicht uns aber noch per E-Mail unter kontakt@dielinke-lippe.de Unter der Woche Telefonisch erreichen sie uns unter 05231 / 3028601 wärend der Öffnungszeiten : 05231/ 3028600 Weiterlesen


Nein zu allen Entlassungen! Solidarität mit den Beschäftigten von ISRINGHAUSEN

Bereits vor einem Monat wurde klar, dass die Unternehmensleitung von ISRINGHAUSEN in Lemgo eine Großoffensive gegen ihre Mitarbeiter*innen starten will. Die Geschäftsleitung will zum Juni den Anerkennungstarifvertrag kündigen, um die Bedingungen bei Neueinstellungen zu verschlechtern und um künftige Lohnerhöhungen zu verhindern. Im LZ-Artikel vom... Weiterlesen


Stadtverband Detmold – Der Kommentar Zurück in die Zukunft

Endlich wieder Normalität! Wer könnte diesen Wunsch nicht verstehen, aber wessen Normalität? Für die einen ist es normal, regelmäßig im Straßencafe zu sitzen. Für andere ist es eher nicht oder nur ganz selten bezahlbar und damit alles andere als normal. (Angebliche) Normalität in neoliberalen Gesellschaften ist etwas sozial ungleich Geltendes und... Weiterlesen


1.Mai Kampftag der Arbeiter*Innenbewegung

Da der Deutsche Gewerkschaftsbund dieses Jahr wegen Corona alle Kundgebungen in OWL abgesagt hat, haben die Linke und Linksjugend in Lemgo beschlossen eine eigene Kundgebung durchzuführen. Wir waren uns einig, dass es nicht sein kann, dass Geschäfte öffnen und Wochenmärkte in Lemgo und anderswo stattfinden können, wo wenig Infektionsschutz... Weiterlesen


Stadtverband Detmold – Der Kommentar

1. Mai 2020 – Helden, Tod und Dumpinglohn Weiterlesen


Respekt

Weltgesundheitstag am 7.4.2020 Mit Gesundheitsdiensten haben sie nichts zu tun. Mit Gesundheit aber schon. Denn sie sind es, die im besonderen ihre Gesundheit riskieren in diesen Zeiten: die Verkäuferinnen, Polizisten, Paketboten, Busfahrer und andere. Weiterlesen


Solidarität

Weltgesundheitstag am 7.4.2020 Es gilt im Kleinen wie im Großen, national wie international. Allen Menschen ist der Zugang zu gesundheitsförderlichen Lebensbedingungen und zu Gesundheitsschutz zu verschaffen. Gesundheitsschutz ist ein Menschenrecht. Weiterlesen


 


Katja Kipping, Parteivorsitzende der Linken - Jung & Live

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Der Kreisvorstand trifft sich jeweils um 19 Uhr im Parteibüro, abwechselnd in Detmold und in Lemgo, sofern kein anderer Ort gesondert bekannt gegeben wird.

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Friedrich Straetmanns Kandidatur wurde von allen sieben Kreisverbänden der LINKEN in Ostwestfalen-Lippe getragen und unterstützt. Daher vertritt er nicht nur seinen Wahlkreis Bielefeld, sondern ganz Ostwestfalen-Lippe (OWL) in Berlin.


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