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Stadtverband Detmold – Der Kommentar Kerle und Knarren – Der Wilde Westen lebt!

Eines hat das Wahljahr 2020 in den USA auf jeden Fall gebracht: Nie zuvor wurden in so kurzer Zeit in einem beispiellosen Run auf Waffengeschäfte so viele Handfeuerwaffen verkauft, wie in diesem Jahr. Die Waffenlobby jubelte bereits im September, dass die Waffenverkäufe um 95 Prozent, die Verkäufe von Munition gar um 139 Prozent gestiegen seien. Die Käufer wurden im Vergleich zu den Vorjahren immer jünger und der Frauenanteil nahm zu. Insgesamt dominierten aber deutlich die Männer.

Der Verdoppelung von Waffenverkäufen folgte logischerweise eine deutliche Vermehrung des Einsatzes von Waffen. Offiziell vom „Gun Violence Archiv“ aufgelistete Schießereien (erheblicher Schusswechsel mit mehr als 2 Beteiligten) in den USA  lagen bei 513 bis September. Vor 6 Jahren lagen sie noch bei 269 im ganzen Jahr. Es stimmt schon: Der Wilde Westen lebt! In Deutschland sind in den letzten Jahren derartige Schießereien so selten, dass sie nicht einmal in einer offiziellen, abrufbaren Statistik auftauchen.

Um all das zu verstehen, ist es hilfreich, die Funktion einer Waffe und ihres Erwerbs zu sehen. Der Kauf einer Handfeuerwaffe ist (auch psychologisch gesehen) immer eines: der Erwerb eines Machtmittels. Und da sind wir womöglich schon an einem sehr wichtigen Punkt, dem wachsenden Gefühl von Machtlosigkeit bei immer mehr Menschen in den USA. Einem Gefühl, dass ja auch nicht trügt.

Ein immer größer werdender Teil der US-Bevölkerung rutschte schon lange vor Corona in die Armut. Zunehmende Wohnungsnot, steigende Arbeitslosenzahlen, fehlender Krankenschutz und ein indiskutables soziales Sicherungssystem sind hier zu nennen. Die Vereinigten Staaten von Amerika haben heute relativ gesehen ein größeres Hungerproblem als die Volksrepublik China. Gleichzeitig steigt das Vermögen der reichsten Handvoll Amerikaner in unvorstellbare Höhen.

Diese reichsten Amerikaner sind es, die auch in den politischen und wirtschaftlichen Machtzentralen des Landes sitzen. Sie haben die Macht und nutzen sie für ihre Interessen. Die USA haben politisch ein Zwei-Parteien-System (die kleinen Parteien spielen keine Rolle), welches plutokratisch funktioniert. Man darf mit Fug und Recht von einer politischen Herrschaft des Reichtums sprechen. Das Ganze erinnert sehr an vergangenen europäischen Adel. Mit Demokratie hat dieses System vielleicht noch so viel zu tun, wie der Speck in der Mausefalle mit der Fütterung von Nagetieren.

Die Machtlosen in den USA können wählen, wen sie wollen, sie werden ihrer Ohnmacht dadurch  nicht entfliehen können. Insofern spielt das Ergebnis der Präsidentenwahl auch keine wirklich wichtige Rolle. Mag sein, dass sich mit Joe Biden der formelle Ton ein wenig aufhübschen wird. Mag sein, dass sich mit Kamala Harris der Anteil an Frauen in wichtigen Positionen vermehren wird. Aber es werden reiche Frauen sein. Die tiefe soziale Spaltung wird das nicht beseitigen. Und außenpolitisch wird weiter gebombt und gemordet. Auch Julian Assange wird kaum Gnade erwarten dürfen.

Das gemeine Volk wird auch in Zukunft abgespeist werden mit Versprechungen wie „America first“ und ähnlichem Blödsinn. Dass hier das Amerika der Reichen gemeint ist, findet auch us-medial keine Erwähnung, was ebenso für die meisten europäischen Medien gilt. Um das System der simplen und gleichzeitig effektiven Abspeisung des einfachen Volkes aufrecht erhalten zu können, wird es auch in Zukunft Strategien der Aufmerksamkeitslenkung nach außen geben, weg von internen sozialen Problemen. Feindbilder wie Rußland, China, den islamistischen Terrorismus usw. wird es auch bei Joe Biden geben (müssen). Die Risiken eines nächsten großen Krieges und/oder eines zunehmenden us-amerikanischen Faschismus sind nicht mehr zu übersehen. Joe Biden hin oder Donald Trump her.

Christiane Escher

Lothar Kowelek

1o.11.2020


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