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Aktuelle Pressemeldungen

Inge Hannemann

Hartz-4-Podium

Lothar Kowelek DIE LINKE Ratsmitglied

Am Freitag, dem 18.12.2015 um 19.00 Uhr findet im kleinen Saal der Stadthalle Detmold eine Diskussion über die Grundsicherung für Erwerbsfähige, kurz Hartz 4, statt. Hierzu hat der Stadtverband Detmold der Partei DIE LINKE die oft so genannte“ Hartz-4-Rebellin“ Inge Hannemann eingeladen. Frau Hannemann wird neben einer Hartz-4-Bezieherin an der Diskussion teilnehmen.

Inge Hannemann war Mitarbeiterin im Jobcenter Hamburg. 2013 wurde sie von ihrem Arbeitgeber freigestellt. Diesem war ihre öffentlich kritische Haltung besonders zur Sanktionspraxis der Jobcenter ein Dorn im Auge. Frau Hannemann war die erste Mitarbeiterin eines deutschen Jobcenters, die sich öffentlich kritisch gegen die Arbeitsmarktpolitik der Agenda 2010 von Rot-Grün aussprach. So hält sie  die in großer Zahl ausgesprochenen Sanktionen für verfassungswidrig, und das sind sie auch.

Sanktionierung bedeutet, Menschen werden gezwungen, durch Leistungskürzungen unter dem gesetzlich festgelegten Existenzminimum zu leben, wenn man dann noch von so etwas wie Leben reden kann. Schon vor Jahren kommentierte Katja Kipping von der Linkspartei das wie folgt: „Die Wirkung der Sanktionen ist verheerend, weil sie Menschen immer wieder in Existenznot bringt – und dabei werden auch noch Fehler gemacht“, kritisierte sie und sprach von einer Erfolgsquote von 60 Prozent der Klagen gegen Sanktionen. Zudem drückten Hartz-IV-Sanktionen auf die Löhne, weil sie Arbeitslosen gar keine andere Wahl ließen, als selbst extrem schlecht bezahlte Jobs anzunehmen.

Inge Hannemann setzt sich bis heute weiterhin kritisch mit der Grundsicherungspraxis auseinander. Unter anderem hat sie ein Buch mit dem Titel „Die Hartz IV Diktatur“ geschrieben. Der Stadtverband Detmold freut sich, Frau Hannemann für die Veranstaltung gewonnen zu haben. Alle Detmolder Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen. Der Eintritt ist frei.

 

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