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Aktuelle Pressemeldungen

Mieter organisieren sich am Dreierkrugplatz – Die Linke fordert konsequentes Handeln

Nicht tolerierbare Mängel rufen Mietparteien und Die Linke Lippe auf den Plan.

 

Nach einer Haustüraktion am 26. April 2026 am Dreierkrugplatz 4  in Detmold haben der Kreisverband Lippe der Partei Die Linke und betroffene Mieterinnen und Mieter erhebliche Missstände im Gebäude dokumentiert und erste gemeinsame Schritte eingeleitet.

In Gesprächen vor Ort berichteten zahlreiche Bewohnerinnen und Bewohner von massiven Problemen, darunter wiederkehrende Ausfälle der Heizungs- und Warmwasserversorgung,  Mängel im Brandschutz, offene elektrische Anlagen sowie Schimmelbefall in mehreren  Wohnungen. Auch ausgefallene Aufzüge, fehlende Beleuchtung in Gemeinschaftsbereichen und ausstehende Betriebskostenabrechnungen wurden genannt.

„Die Berichte der Mieterinnen und Mieter sind alarmierend. Hier geht es nicht mehr um  einzelne Mängel, sondern um Zustände, die teilweise sicherheitsrelevant sind und  grundlegende Wohnstandards verletzen“

Verena Hahn, Geschäftsführerin des  Kreisverbands Die Linke Lippe. 

Die betroffenen Mietparteien haben sich inzwischen zusammengeschlossen und organisieren sich gemeinschaftlich, um ihre Interessen gegenüber dem Vermieter – der  Deutschen Kapital Immobilien GmbH (DKI) mit Sitz in Enger – geschlossen zu vertreten. Auf  Grundlage einer umfassenden Mängelliste wurde ein gemeinsames Schreiben verfasst, in dem die Beseitigung der Missstände innerhalb konkreter Fristen eingefordert wird. 

Parallel dazu wird die Situation auch politisch aufgegriffen: Die Linksfraktion im Rat der Stadt Detmold hat eine umfassende Anfrage an Bürgermeister und Verwaltung gestellt. Darin wird unter anderem nach dem aktuellen Kenntnisstand, bereits eingeleiteten  Maßnahmen sowie der Einbindung weiterer zuständiger Stellen wie Brandschutz und  Gesundheitsamt gefragt. 

Zugleich hat die Fraktion konkrete Maßnahmen beantragt. Dazu gehört insbesondere, dass im Falle einer festgestellten Gefährdung der Bewohnerinnen und Bewohner unverzüglich  Evakuierungsmaßnahmen eingeleitet und geeignete Notunterkünfte bereitgestellt werden. Auch eine mittel- bis langfristige Unterbringung – insbesondere für Familien – soll  sichergestellt werden.

Darüber hinaus fordert Die Linke, dass alle zuständigen Kontrollinstanzen kurzfristig eingebunden werden und eine umfassende Prüfung des Gebäudes erfolgt.

„Wenn sich der Verdacht bestätigt, dass hier Gefahr für Leib und Leben besteht, muss die  Stadt schnell und entschlossen handeln. Die Verantwortung darf nicht länger zwischen Vermieter und Behörden hin- und hergeschoben werden“, so Hahn weiter.

Der Kreisverband Die Linke Lippe kündigt an, den Fall weiterhin eng zu begleiten und  gemeinsam mit den Mieterinnen und Mietern auf eine schnelle und nachhaltige  Verbesserung der Situation hinzuwirken.

Update 16.6.: Der WDR berichtet & befragt eine Expertin zum Thema.

 

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