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Zwischen Profit und Patient - Mehr Geld für Krankenhausbeschäftigte ist gut für uns alle!
Am 27. August fand im kleinen Festsaal der Stadthalle Detmold eine Wahlkampfveranstaltung und Podiumsdiskussion mit der Bundestagsabgeordneten Kathrin Vogler statt. Die stellvertretende Vorsitzende im Bundesgesundheitssausschuss referierte über die Arbeitsbedingungen von Beschäftigten im Gesundheitsbereich. Ihren Schwerpunkt bildeten die negativen Folgen von Arbeitsverdichtung und -ausweitung und die fortlaufenden Privatisierungen im Gesundheitsbereich.
Sehr deutlich betonte Vogler die gesundheitlichen Auswirkungen des enormen und seit Jahren stetig steigenden Arbeitsdrucks auf die Beschäftigten im Pflegebereich. Dort steigt seit langem die Krankenquote und ist mittlerweile doppelt so hoch wie beim Durchschnitt aller deutschen ArbeitnehmerInnen.
Außerdem stellte Vogler anhand konkreter Beispiele die Gründe dafür heraus, warum Gesundheitseinrichtungen nicht als private, gewinnorientierte Einrichtungen betrieben werden können, ohne das Wohl von PatientInnen und Beschäftigten zu gefährden.
Mit auf dem Podium saßen außerdem Berndt Wobig (Mitglied der Kreistagsgruppe DIE LINKE, Direktkandidat Lippe I), Lothar Kowelek (Personalrat, Stadtrat für DIE LINKE in Detmold) und Uschi Jacob-Reisinger (Gewerkschaftssekretärin ver.di, Kreissprecherin DIE LINKE. Lippe und Direktkandidatin für den Wahlkreis Höxter-Lippe II).
Berndt Wobig schilderte die Organisationsstruktur der Klinikum Lippe GmbH mit den zahlreichen Ausgliederungen einzelner Aufgabenbereiche und deren Folgen. Empörung und Fassungslosigkeit bei den Anwesenden löste hierbei die Tatsache aus, dass pflegenahe Leistungen mittlerweile teilweise von nicht ausgebildetem Reinigungspersonal zu Dumpinglöhnen übernommen werden.
Lothar Kowelek arbeitet seit vielen Jahren in einer privaten Reha-Klinik. Er sprach über die Folgen des Leistungsdruck bei Beschäftigten der Gesundheitsbranche und über Chancen und Grenzen gewerkschaftlicher Organisation in den Einrichtungen. Uschi Jacob-Reisinger hatte die Moderation der Veranstaltung übernommen.
Im Anschluss an die Wortbeiträge der Poiumsteilnehmer wurden Fragen gestellt. Insbesondere mit den anwesenden Betriebs- und Personalräten entstanden interessante Diskussionen, die verdeutlichten, dass die Brisanz dieser Situation allgemein anerkannt wird.

