Bericht von Anke Moser über das Projekt "Frauen-Macht-Politik"
- Wissen über bereits erworbene Erfahrungen in der Politik an junge Frauen weitergeben -
Es wurden Teilnehmer für ein 9-monatiges Projekt gesucht, das in Form eines Mentoring-Programms durchgeführt werden sollte. Gefördert wurde die Veranstaltung vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie dem EAF Berlin. Als Mentorin hatte man die Möglichkeit:
- das Wissen und die bereits erworbenen Erfahrungen in der Politik an eine junge Frau weiterzugeben
- den eigenen Horizont zu erweitern und neue Kontakte zu knüpfen.
Was waren die Ziele für die Mentees? (So hießen die jungen Frauen, die begleitet wurden):
- Interesse entwickeln für die Übernahme eines Amtes, einer Funktion, in eine Partei einzutreten oder gesellschaftlich in einer gewählten Form aktiv zu werden.
Wir wissen alle, wie kompliziert die Situation für uns Frauen ist, Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen, geschweige dazu noch ein politisches Amt zu übernehmen! Das gelingt nur, wenn z.B. der Partner Unterstützung gibt. Und Frauen werden heute auch auf dem politischen Sektor dringend gebraucht! Diesem Grundanliegen sollte das Programm dienen. Da ich schon seit 10 Jahren bei den Linken und darüber hinaus in der Politik tätig bin und Freude daran habe, neue Herausforderungen anzunehmen, entschied ich mich für die Teilnahme.
Meine Mentee, Evin Ay, war in der gleichen Partei und so verstanden wir uns von Anfang an wunderbar. Es gab eine Auftaktveranstaltung in Herford, verschiedene Seminar-Angebote, individuelle Treffen sowie eine Abschlussveranstaltung in Berlin.
Dieses Projekt wurde von den Gleichstellungsstellen des Kreises Lippe unter Mitwirkung des Helene-Weber-Kollegs organisiert. Über 140 Frauen nahmen an der Auftaktveranstaltung teil. Wir trafen uns mehrere Male in den 9 Monaten, so nahm Evin an einer hiesigen Fraktionssitzung teil, besuchte andere Veranstaltungen der Linken u.a. in Bielefeld. Wir trafen uns im Jugendclub Kiwi, um uns über die dortige Situation zu informieren u.a.m..
Besonders beeindruckend empfanden wir die Abschlussveranstaltung in Berlin im Ministerium. Dort erhielten die Mentees ihr Abschluss-Zertifikat.
Wir würden uns freuen, wenn das Projekt weiter unterstützt würde, denn die Ergebnisse waren sehr überzeugend: eine große Anzahl der Mentees sind in eine Partei eingetreten oder sind bereit, ein Amt zu übernehmen. Wir werden in Verbindung bleiben und uns weiter den Rücken stärken, wenigstens untereinander!
Vielleicht gibt es auch irgendwann eine Folgeveranstaltung. Das Helene-Weber-Kolleg will sich dafür stark machen. Unser Dank gilt den Veranstaltern des HWK und insbesondere Frau Nicole Krüger, der Gleichstellungsbeauftragten des Kreises Lippe sowie Frau Möller vom HWK, die mit viel Herzblut die Aufgabe wunderbar bewältigten! Wir werden diese parteiübergreifende Veranstaltungsreihe in bleibender guter Erinnerung behalten.
Anke Moser, Fraktion Die Linke Bad Salzuflen
