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Vorläufiger Erhalt der Erich-Kästner-Förderschule

Dorothea Senz-Ndiaye

Im Hauptausschuss am 25.04.2018 trug der Fraktionsvorsitzende Wolfgang Senz unsere Stellungnahme vor:

In den Statuten der LINKEN steht, die Inklusion in allen Schulformen einzuführen und einzelne Förderschulen abzuschaffen, da diese Schulform als Ausgrenzung für die Schüler empfunden wird.

Die letzte Landesregierung hatte oben genanntes ebenso versucht einzuführen. In Bad Salzuflen wurde daher gemäß Ratsbeschluss die Erich-Kästner-Förderschule auslaufend geführt.

Hier nun Zitate aus der Stellungnahme der Grundschulleitungen, die mit der Inklusion an den Regelschulen folgende Erfahrungen gemacht haben:

„Aus der Installation des Gemeinsamen Lernens an allen Bad Salzufler Schulen per Ratsbeschluss folgte ein verändertes Elternverhalten: Die meisten Eltern wünschten zunächst die Beschulung ihrer Kinder mit Beeinträchtigungen an einer allgemeinen Schule.Nicht zuletzt auf Grund der fehlenden Gelingensbedingungen für eine erfolgreiche inklusive Beschulung im Gemeinsamen Lernen  -  wie keine durchgängige Doppelbesetzung mit Regel- und Förderschulkollegen, fehlende räumliche Ressourcen für individuelle Betreuung und Förderung, fehlende multiprofessionelle Teams – stellen Eltern im Verlauf der Schuljahre vermehrt einen Antrag auf Wechsel des Förderortes, so dass eine verstärkte Nachfrage in den Jahrgängen 5/6 in der Erich-Kästner-Schule zu verzeichnen ist.“

„Vor allem Kinder mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf werden ‚Opfer‘ dieser unzureichenden personellen und räumlichen Ressourcen an den Regelschulen sein.“

Die Fraktion DIE LINKE Bad Salzuflen hat sich dazu entschlossen, einer Schließung der Erich-Kästner-Schule vorerst nicht zuzustimmen, da die Voraussetzungen von der vorherigen Landesregierung bei Einführung der Inklusion an den Regelschulen nicht geschaffen wurden.

Unsere Fraktion wird sich aber zukünftig bei den anstehenden Baumaßnahmen an den Schulen für mehr Raumbedarf der Inklusion einsetzen und den Bedarf an Förderschullehrern besonders betonen.

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