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Das Foto zum Aufruf der Linken NRW zur Teilnahme an virtuellen Ostermärschen 2020 zeigt zwei Mädchen, die Make Love not War auf eine Hauswand schreiben.

Aufruf zu virtuellen Ostermärschen: Geld für Gesundheit statt für Rüstung

Die Ostermärsche 2020 werden angesichts der Corona-Krise nicht wie gewohnt stattfinden. Statt auf die Straße für Frieden und Abrüstung zu gehen, wird der Protest in diesem Jahr vor allem virtuell stattfinden. Die Ostermärsche werden traditionell in lokaler und regionaler Verantwortung organisiert und viele Veranstalter*innen und Aktive haben sich Gedanken über Alternativen gemacht, damit die Ostermärsche 2020 nicht komplett ausfallen. In einigen Städten gibt es Oster-Spaziergänge (z.B. in Köln) oder Mahnwachen (z.B. in Bielefeld) und die Friedensbewegung verweist auf alternative Mitmach- und Protestmöglichkeiten.

Die Landessprecherin von DIE LINKE NRW, Inge Höger, ruft dazu auf, sich von zu Hause oder vor Ort an Aktionen für Frieden und Abrüstung zu beteiligen. „Gerade angesichts der Corona-Krise sind die Ostermärsche mit ihren Forderungen nach Frieden und Abrüstung und Geld für Gesundheit statt für Rüstung wichtiger denn je. Die grenzüberschreitende Corona-Pandemie führt allen die globale Abhängigkeit vor Augen. Sie zeigt auch auf bedrückende Weise, dass die Aufrüstung des Militärs in den vergangenen Jahren nicht zur Sicherheit der Menschen beigetragen hat. Weltweit sterben Menschen an Kriegen und ihren Folgen, an Hunger und Armut und an vielfältigen Krankheiten. Globalen Problemen wie der Corona-Pandemie kann weder durch Grenzabschottungen noch mit militärischen Mitteln begegnet werden.“

Angesichts der Corona-Krise und zukünftiger Prävention von Pandemien müssen die Gelder für das Gesundheitswesen weltweit massiv erhöht werden. Gleichzeitig gibt die Bundesregierung jedoch Milliarden Euro für Rüstung und Militär aus.

Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer will 30 atomare Kampfbomber F-18 von der Firma Boeing für 7,5 Mrd. Euro kaufen. „Mit diesem Geld könnten 25.000 Ärzte und 60.000 Krankenpfleger*innen sowie 100.000 Intensivbetten und 30.000 Beatmungsgeräte finanziert werden. Gesundheits- und Sozialpolitik sowie der sozial-ökologische Umbau der Gesellschaft müssen absolute Priorität haben, sonst setzt sich nach der Corona-Krise die Klima-Katastrophe fort und der Planet wird unbewohnbar“, warnt Höger.